Das Monument auf dem über 2.100 Meter hohen Gipfel des Berges Nemrut wurde von König Antiochos I. von Kommagene (70-31 v. Chr.) als sein eigenes Grab und zugleich als den Göttern geweihte Kultstätte (Hierothesion) errichten lassen. Kommagene war ein Königreich am Schnittpunkt hellenistisch-griechischer und persischer Kultur; deshalb ehrte Antiochos die Götter sowohl mit griechischen als auch mit persischen Namen.
Die gewaltigen Statuen auf dem Gipfel wurden 1881 wiederentdeckt. Das Monument wurde 1987 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Highlights
50 Meter hoher Tumulus
Ein aus zerkleinertem Kalkstein bestehender künstlicher Hügel, der höchstwahrscheinlich Antiochos' Grab birgt; bei seiner Errichtung war er rund 70 Meter hoch.
Ost- und Westterrasse
Auf jeder Terrasse stehen sitzende Götterstatuen (Zeus, Apollon, Herakles, die Göttin von Kommagene) sowie die Statue des Königs selbst; ihre Höhe erreicht 8-9 Meter.
Löwen- und Adlerstatuen
An den Rändern der Terrassen als Schutzfiguren aufgestellt.
Sonnenauf- und -untergang
Die Köpfe der Statuen sind im Laufe der Zeit von ihren Körpern getrennt worden; besonders beim Sonnenaufgang entsteht ein dramatisches Lichtspiel.
