Hasankeyf ist eine uralte Siedlung am Ufer des Tigris, erbaut an einem felsigen Hang. Die frühesten menschlichen Spuren sollen bis in die neolithische Zeit, sogar bis ins Jahr 10.000 v. Chr. zurückreichen; Tausende natürliche Höhlen in der Region dienten über Jahrhunderte als Wohnraum.
Die Stadt durchlief die römische, sassanidische, umayyadische, abbasidische, artukidische, ayyubidische und osmanische Epoche; besonders die artukidische und ayyubidische Zeit (12.-14. Jahrhundert) gilt als goldenes Zeitalter Hasankeyfs — damals war die Stadt mit ihren Brücken, Palästen und Medresen ein bedeutendes regionales Zentrum. Wegen des Ilısu-Staudamms steht ein Großteil des historischen Kerns seit 2019 teilweise unter Wasser; einige Denkmäler wurden an einen neuen Standort verlegt.
Highlights
Tausende Höhlenwohnungen
Natürliche und von Menschenhand geschaffene Höhlen in den Felshängen; einige wurden bis ins 20. Jahrhundert als Wohnraum genutzt.
Überreste der Hasankeyf-Brücke
Die Pfeiler dieser als eine der größten Brücken des Mittelalters geltenden Konstruktion stehen noch heute im Tigris.
Zeynel-Bey-Mausoleum
Vom akkoyunlu Herrscher Uzun Hasan für seinen Sohn errichtetes, durch seine zylindrische Form auffallendes Mausoleum (eines der versetzten Denkmäler).
Er-Rızk-Moschee und Minarett
Auf das frühe 15. Jahrhundert datierte ayyubidische Moschee, bekannt für ihr noch erhaltenes Minarett.
